Google veröffentlicht 3D-Emojis als Open Source

Google verpasst seinen Emojis nicht nur einen neuen Look, sondern stellt sie jetzt auch der Allgemeinheit zur Verfügung. Die neue Noto-3D-Emoji-Sammlung ist Open Source und kann von Entwicklern, Designern und anderen Kreativen für eigene Projekte verwendet werden.
Insgesamt umfasst Googles überarbeitete Sammlung 3.977 Emojis, die statt des bisherigen flachen Designs nun deutlich plastischer wirken. Schatten, Rundungen und räumliche Tiefe sorgen dafür, dass die kleinen Symbole fast wie richtige 3D-Objekte aussehen.
Tausende Emojis komplett neu gestaltet
Google hatte Noto 3D bereits im Mai 2026 vorgestellt. Inzwischen kommen die neuen Emojis unter anderem auf aktuellen Pixel-Geräten zum Einsatz und werden nach und nach auch in weiteren Google-Produkten und auf Android-Geräten anderer Hersteller verfügbar.
Bei der Umstellung ging es allerdings nicht einfach darum, die vorhandenen Emojis durch irgendeinen automatischen 3D-Filter zu schicken. Laut Google wurden die Figuren und Symbole einzeln gezeichnet, modelliert und angepasst.
Besonders wichtig war dabei, dass die Emojis auch in sehr kleinen Darstellungen noch sofort erkennbar bleiben. Zu viele Details können nämlich genau das Gegenteil bewirken: Ein Emoji sieht in groß zwar beeindruckend aus, wird in einer kleinen Chat-Nachricht aber schnell unübersichtlich.
Google setzt deshalb weiterhin auf einen eher verspielten Stil statt auf möglichst realistische Modelle.
Open Source: Die Community darf ran
Interessant wird Noto 3D vor allem dadurch, dass Google die Sammlung Open Source veröffentlicht.
Die Dateien stehen inzwischen im öffentlichen Noto-Emoji-Projekt auf GitHub zur Verfügung. Dort findet sich mittlerweile auch ein eigener Bereich für die 3D-Versionen.
Damit können die Emojis beispielsweise in eigenen Apps, Spielen, Webseiten, Memes oder sogar in VR-Projekten verwendet und weiterverarbeitet werden.
Google selbst bringt es dabei ziemlich passend auf den Punkt: Emojis sollen nicht nur einem Unternehmen gehören, sondern den Menschen, die sie benutzen. Entsprechend möchte das Unternehmen ausdrücklich sehen, was Entwickler und Kreative mit den offenen 3D-Modellen anstellen.
Auch der Dark Mode wurde berücksichtigt
Neben dem neuen Aussehen hat Google außerdem an einem Problem gearbeitet, das bei Emojis bislang schnell übersehen wurde: der Darstellung im Dark Mode.
Insbesondere Emojis mit dunkleren Hauttönen können sich auf dunklen Hintergründen schlecht abheben. Google entwickelte deshalb ein automatisiertes Kontrastwerkzeug, das problematische Kombinationen erkennt und Vorschläge für eine bessere Darstellung liefert. Die eigentliche Gestaltung der Emojis blieb laut Google trotzdem in menschlicher Hand.
Noto 3D kommt auf weitere Android-Geräte
Die neuen Emojis bleiben nicht auf Googles Pixel-Smartphones beschränkt. Google nennt unter anderem Nothing, Lenovo, Xiaomi, OPPO, OnePlus, realme, vivo, iQOO, HONOR, Motorola, TECNO, Infinix und itel als Partner, auf deren Geräten Noto 3D ebenfalls auftauchen soll.
Zusätzlich werden die neuen Designs nach und nach in Googles eigenen Diensten und Apps eingeführt.
Damit könnte sich Noto 3D in den kommenden Monaten auf ziemlich vielen Android-Geräten verbreiten.
Fazit
Aus einem Emoji gleich ein richtiges 3D-Modell zu machen, klingt zunächst nach einer eher kleinen optischen Spielerei. Googles Ansatz ist aber durchaus interessant – insbesondere dadurch, dass die komplette Sammlung frei zugänglich ist.
Entwickler können die Modelle für eigene Projekte verwenden, Designer können damit experimentieren und wahrscheinlich dauert es nicht besonders lange, bis die ersten ziemlich verrückten Kreationen damit entstehen.
Und ganz nebenbei bekommen unsere 😂, 🤔 und 🤯 ein ordentliches Upgrade.